#1 Weikhard-Uhr

„Treffen wir uns bei der Weikhard-Uhr?“, ist in Graz seit Generationen eine gängige Frage. Die große Uhr vor dem Uhren- und Juweliergeschäft Anton Weikhards Söhne am Hauptplatz ist seit 1930 ein beliebter Treffpunkt in der Altstadt.

Damals wurde sie vor dem Geschäft errichtet, das sich dort seit 1911 im historischen Gebäude mit der Nummer 13 befand und in dessen Innenhof nach wie vor Säulen aus dem 11. bis 14. Jahrhundert zu sehen sind. Seit den 30er-Jahren hat die Uhr ihre ursprüngliche Form beibehalten. Über die Jahrzehnte wurde sie zu einer Institution und „inoffiziellen“ Grazer Sehenswürdigkeit.

Bei so manchen Paaren wurde aus diesem ersten Rendezvous die große Liebe und viele von ihnen kauften dann beim Juwelier ihre Eheringe, weil sie sich gern daran erinnerten, dass hier unter der Weikhard-Uhr alles begonnen hatte.

Quelle: Stadtplauderei

Wo soll das Stelldichein stattfinden, wo befindet sich der Punkt, von dem man einmal sagen kann – genau da hat alles begonnen? In Graz ist diese Frage leicht zu beantworten, denn hier ist der Hotspot der Begegnungen aller Art vorgegeben: Wir treffen und bei der Weikhard-Uhr!

Bereits 1720 hatte ein gewisser Johann Planckh ein Uhren-Geschäft eröffnet, das noch heute als Firma „Anton Weikhard Söhne“ am Hauptplatz besteht. Die Manufaktur für Kleinuhren siedelte sich an dieser prominenten Stelle um 1900 an und wurde bald über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus bekannt.

Ein besonderes Gustostückerl befindet sich im hinteren Teil des Hauses, dort ist ein großes Swatch-Museum untergebracht. 1930 wurde die damals hypermoderne Standuhr vor dem Geschäft montiert, um den Passanten einen besonderen Blickfang zu bieten. Diese Ziel wurde erreicht, doch bald ergab sich ein wundersamer Nebeneffekt: Pärchen sonder Zahl trafen sich von nun an dei der Uhr und tun es heute noch. Kein Kavalier und keine Dame können falschliegen, wenn sie diesen Ort wählen – er ist unverdächtig und hat zugleich einen romantischen Touch.

Quelle: Unbekannt